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Prävention

Anmachsprüche sind 'generell blöd'

Schüler und Schülerinnen in einer AusstellungWas unterscheidet einen netten Flirt von einer sexistischen Anmache? Auch davon können sich diese Achtklässler der Realschule Ailingen beim Besuch des Präventionsparcours "Echt krass!" in der Molke ein Bild machen.Brigitte Geiselhart

Gehört sexuelle Gewalt längst zum Alltag von Jugendlichen? In jedem Fall war das Interesse am Präventionsparcours "Echt krass!", der knapp zwei Wochen im Jugendzentrum Molke zu sehen war, groß. Insgesamt 43 Schulklassen der Jahrgangsstufe acht aus dem gesamten Bodenseekreis haben die Ausstellung zusammen mit Lehrern und Schulsozialarbeitern besucht. Die "Schwäbische Zeitung" hat sich bei den Schülern der Realschule Ailingen nach ihrem Besuch umgehört.

Da war die Hand, an der man vorbei musste und die es nicht lassen konnte, ihr Gegenüber anzufassen. An fünf Stationen ging es um Mythen und Tatsachen über Vergewaltigung, Sexualstraftaten, um die Folgen sexueller Gewalt, um Klischees, um Grenzen. Es gab aber auch "Flirt-Tipps-Karten" die zeigten, dass man mit dem anderen Geschlecht auch ins lockere Gespräch kommen kann, ohne sich pornografisch ausdrücken zu müssen.

"Wärst du ein Mc Beautiful"

"War in jedem Fall interessant." In dieser Aussage waren sich die Mädchen und Jungs durchweg einig. Sexuelle Gewalt durch Erwachsene oder durch andere Jugendliche haben alle Befragten nach eigener Aussage - zum Glück - noch nicht erlebt. "Gut aber, dass man mal über ein Thema spricht, über das man sonst eher nicht redet", sagte zum Beispiel der 14-jährige Luis. Dass es solche und solche "Anmachsprüche" gibt, davon konnten sich Damai und Lina überzeugen. "Manche Sprüche sind schon daneben. Andere sind süß und könnten Mädchen schon gefallen", meinten sie etwa mit Blick auf den Satz "Wenn du ein Burger wärst, so wärst du ein Mc Beautiful."

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