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Tätigkeitsbericht

…das Schweigen brechen

Die Beratungsstelle Morgenrot wurde durch eine Initiative der Stadt Friedrichshafen und des Bodenseekreises gegründet. Nach einem Ausschreibungsverfahren erhielt die Caritas Bodensee-Oberschaben die Trägerschaft der Beratungsstelle. Die Umsetzung der Konzeption für die Beratungsstelle wurde in der Vereinbarung vom 6. Juni 2016 zwischen dem Landkreis Bodenseekreis, der Stadt Friedrichshafen und der Caritas Bodensee-Oberschwaben festgelegt.
In regelmäßigen Kooperationsgesprächen mit Vertretern der Stadt Friedrichshafen und dem Bodenseekreis erfolgte eine kontinuierliche Information über die Umsetzung und Entwicklung der Tätigkeitsfelder der Beratungsstelle.

Morgenrot arbeitet als unabhängige und neutrale Beratungsstelle. Sie ist für den gesamten Bodenseekreis zuständig. Die Finanzierung der Beratungsstelle erfolgt jeweils zur Hälfte durch die Stadt Friedrichshafen und den Bodenseekreis. Sitz der Beratungsstelle ist in Friedrichshafen, zusätzlich besteht eine Außenstelle in Überlingen. Der Arbeit liegt eine Konzeption zugrunde.

Die Beratungsstelle bietet Hilfe gegen sexuellen Missbrauch an. Sie ist eine erste Anlaufstelle, die bei vermutetem und aufgedecktem sexuellen Missbrauch berät und bei den Überlegungen und Umsetzungen der nächsten Schritte unterstützt.
An erster Stelle steht die Beratung von Kindern, Jugendlichen und Jungen Erwachsenen, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind, und von deren Angehörigen und Vertrauenspersonen. Die Beratung ist vertraulich und kann auf Wunsch auch anonym erfolgen.
Die Begleitung und Beratung sollen auf die betroffenen Personen und deren Alltag stabilisierend wirken. Bei Therapiebedarf wird wie in der Konzeption festgelegt an niedergelassene Therapeuten weitervermittelt. Bei der Strafanzeige eines sexuellen Missbrauchs wird Hilfe und Unterstützung vor, während und nach dem Prozess angeboten. Pädagogischen Fachkräften und ehrenamtlichen Helfern bietet Morgenrot Fallberatung, Fachberatung, Teamberatung und Fortbildung. Ebenso werden auf Anfrage Elternabende zum Thema sexueller Missbrauch durchgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungsstelle ist Prävention. Im Rahmen der Präventionsarbeit ist die gesamte Bevölkerung als Zielgruppe zu betrachten.
Prävention erfolgt durch Projekte mit Kindern und Jugendlichen z.B. in Schulklassen, aber auch durch Wissensvermittlung an pädagogische Fachkräfte wie beispielsweise Lehrer, Erzieher, Schulsozialarbeiter. Institutionen und Vereine können sich bei Fragen zur Gestaltung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes fachlich durch die Beratungsstelle unterstützen lassen.

Alle Angebote der Beratungsstelle Morgenrot sind kostenlos.

In der Beratungsstelle tätig sind die Leiterin der Beratungsstelle und eine Fachberaterin mit insgesamt 1,5 Stellenanteilen, sowie eine Verwaltungskraft mit 0,75 Stellenanteil. Aufgrund der verschiedenen Arbeitsfelder und der Vernetzungsarbeit nehmen die zwei Beraterinnen Termine im gesamten Landkreis wahr. Um dennoch eine gute Erreichbarkeit der Beratungsstelle gewährleisten zu können, ist es wichtig eine erste konstante Ansprechperson in der Verwaltung zu haben, die auch die Terminkoordination übernimmt.

Studie unter www.uniklinikulm.de/struktur/kliniken/ kinder-und-jugendpsychiatriepsychotherapie.html

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Tätigkeitsbericht_2017